Blasenentzündung vorbeugen Hausmittel Tee
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Kann man einer Blasenentzündung vorbeugen?

Blasenentzündung vorbeugen Hausmittel Tee

Vorsicht ist besser als Nachsicht - das gilt auch für Blasenentzündungen

Eine Blasenentzündung kommt selten nur einmal. Wer schon einmal unter den Schmerzen einer Zystitis gelitten hat, der will nicht, dass sie so schnell wiederkommt. Mit einigen Tipps und Hausmitteln kann man einer Blasenentzündung gut vorbeugen und so das Risiko einer Infektion senken.

So lässt sich der Blasenentzündung vorbeugen

Was man generell tun kann und worauf man achten sollte, damit die Blasenentzündung nicht (schon wieder) zuschlägt, weiß unsere Expertin und Allgemeinmedizinerin Dr. Jessica Hinteregger-Männel.

Warm halten

Ein Unterhemd schützt vor kalten Nieren und somit vor einer Blasenentzündung? Was Oma und Mama predigen, hat durchaus seine Berechtigung. Um die Körpertemperatur von 37 Grad konstant zu halten, muss unser Körper bei Kälte viel mehr arbeiten. Um das zu leisten, fahren andere Funktionen, wie zum Beispiel die Immun-Abwehr, zurück. Daher haben es Infektionen, wie etwa eine Blasenentzündung oder auch eine Erkältung, leichter, wenn es kalt ist und wir zu leicht angezogen sind. Im Herbst und Winter gilt: Füße und Unterleib besonders gut warmhalten.

Ausreichend Trinken!

Täglich 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit sollten Erwachsene am Tag trinken. Das ist für unsere Gesundheit im Allgemeinen wichtig, doch für die Blase ganz besonders: Je länger der Urin in der Blase ist, desto mehr Bakterien können sich entwickeln. Wer viel trinkt, muss automatisch öfter auf die Toilette und die Blase wird regelmäßig durchgespült. Allgemeinmedizinerin Dr. Jessica Hinteregger-Männel weiß: „Besonders gut eignen sich Kräutertees, etwa mit Goldrute oder Birkenblättern. Beides wirkt durchspülend. Aber auch Wasser und Gemüsesaft mag die Blase besonders gerne.“

Probiotische Nahrungsmittel unterstützen die Darmflora

Der Darm macht etwa 70 % unseres Abwehrsystems aus – daher sollten wir besonders gut auf ihn achtgeben und die gesunde Darmflora aktiv unterstützen. Dazu eignen sich probiotische Nahrungsmittel, wie z.B. Joghurt. Die Expertin bestätigt: „Eine falsche Zusammensetzung der Darmflora wirkt sich auf die Abwehr aus und es kommt häufiger zur Besiedlung mit krankhaften Bakterien.“ Mehr über die richtige Ernährung bei Blasenentzündung gibt es hier (Link Newsbereich/Blasenentzündung und Ernährung).

Die richtige Unterwäsche tragen

Was wir „drunter“ tragen, hat einen entscheidenden Einfluss auf die Blasen- und Scheidengesundheit von Frauen. „Synthetische Unterwäsche fördert nämlich das feuchte Milieu, in dem sich die Darmbakterien wohlfühlen und sich leichter vermehren. Auch String-Tangas fördern durch Reibung die Schmierinfektion der Darmkeime Richtung Harnröhre. Und: Unterwäsche sollte immer bei 60 Grad gewaschen werden, damit die Keime abgetötet werden.“

Hygiene ja – aber nicht zu viel!

Wer sich vor einer Infektion schützen will, achtet besonders auf Hygiene. Das kann beim Thema Blasenentzündung jedoch schnell mal nach hinten losgehen. Denn: Den Intimbereich sollte man am besten nur mit Wasser oder einer pH-neutralen Lotion reinigen. Die Expertin erklärt: „Zu viel Seife und Duschgel im Intimbereich stört die Schutzbarriere der Scheide, wodurch sich Keime besser vermehren können.“

Nach dem Sex auf die Toilette

Bakterien können auch beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, daher kommt auch der Name „Honeymoon Zystitis“. Wer oft Sex hat, reizt die Schleimhaut der Scheide, was diese für Infektionen anfälliger macht. Die Bakterien können dann leicht in die Harnröhre und die Blase gelangen. Daher rät die Expertin: Es empfiehlt sich vor und nach dem Sex auf die Toilette zu gehen und bei trockenen Schleimhäuten auch Gleitgele oder milchsäurehaltige Vaginalcremes zu benutzen, um die Schleimhaut zu stärken."

Aristo

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